Politische Standpunkte

Der Gewerbeverband Kanton Luzern nimmt im Interesse der KMU gezielt Einfluss auf die allgemeinen politischen Rahmenbedingungen sowie auf die spezifische Wirtschafts-, Bildungs-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik des Kantons Luzern. Dabei konzentriert er sich auf Themen, welche die folgenden drei Kriterien erfüllen:
• KMU-Relevanz
• Relevanz für Mitgliederverbände
• Strategische, mittel- und längerfristige Bedeutung

Wirtschaftpolitik

Der Gewerbeverband verfolgt eine politische Linie, die auf den freien Wettbewerb setzt und den Staat in einer unterstützenden Rolle sieht. In diesem Sinne strebt der Gewerbeverband eine Reduktion von gesetzlichen Normen und Vorschriften an und engagiert sich für eine markante administrative Entlastung der KMU. Die Fiskalbelastung für die KMU sollen einem im internationalen Vergleich tiefen Niveau gehalten und das Steuersystem vereinfacht werden.

Weiter setzt sich der Gewerbeverband für ein effizientes Staatswesen mit gesundem Staatshaushalt und einer verbindlichen Schuldenbremse ein. Ein gutes Verhältnis zwischen der Stadt und der Landschaft ist ein übergeordnetes Anliegen.

Energie- und Klima

Der Gewerbeverband unterstützt Lösungen, welche unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit die grösstmögliche Versorgungssicherheit für die KMU gewährleisten. Er verlangt einen möglichst freien Strommarkt und setzt sich für wettbewerbsfähige Strompreise ein. Weiter lehnt er allgemeine Subventionen sowie die Einführung einer Lenkungsabgabe auf Treibstoffen ab.  

Die Erhöhung der Energieeffizienz, die Nutzung erneuerbarer Energien, die Schaffung von guten Rahmenbedingungen für die Entwicklung konkurrenzfähiger Infrastrukturen insbesondere des Stromnetzes sowie für den Technologiewettbewerb sind wichtig Anliegen des Gewerbeverbands.

Finanzen und Steuern

Der Verband unterstützt die kantonale Regierung bei der Fortsetzung der eingeschlagenen Steuerstrategie. Er setzt sich für eine Senkung der kantonalen, zweckgebundenen Abgaben und Gebühren sowie für die Einführung einer Schuldenbremse bei den Sozialwerken ein.  

Zudem fördert er die schnelle Realisierung der Unternehmenssteuerreform III, die insbesondere die Abschaffung der Emissionsabgabe auf Eigen- und Fremdkapital und im Kanton zum Halten des aktuellen Gewinnsteuersatzes führen soll.

Mobilitätspolitik

Nach dem Grundsatz der freien Wahl der Verkehrsmittel kämpft der Gewerbeverband für die politische und finanzielle Gleichbehandlung des privaten und des öffentlichen Verkehrs. Er unterstützt eine generelle Reduktion der Querfinanzierung von der Strasse zur Schiene, eine Erhöhung des Eigenfinanzierungsgrades des öffentlichen Verkehrs und eine grösstmögliche Kostenwahrheit.  

Eine nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Tourismus des Kantons Luzern ist von grosser Bedeutung, daher müssen die Verkehrsinfrastrukturen bedürfnisgerecht ausgebaut, weiterentwickelt und erhalten werden. Insbesondere kämpft der Verband für eine rasche Verbesserung für den gewerblichen Verkehr.  

Weiter fordert der Verband eine radikale Vereinfachung der Bauvorschriften und die Stärkung der Stadt- und Ortskerne mit vorgängig geregelten Verkehrskonzepten.

Bildungspolitik

Der Gewerbeverband setzt sich ein für koordinierte und transparente Bildungskonzepte nach den Grundsätzen des Verbandes und arbeitet in der Aus- und Weiterbildung mit den Organisationen der Arbeitswelt (OdA), Berufsbildungsbehörden, den Sozialpartnern sowie den Bildungsstätten zusammen.

Er setzt sich ein für die Gleichwertigkeit der verschiedenen Bildungswege auf allen Stufen und fördert das Image und die Attraktivität der Berufe (Gewerblich-industrielle, Detailhandel und KV).

Sozial- und Arbeitsmarktpolitik

Der Gewerbeverband setzt sich ein für die Sozialpartnerschaft und für leistungs- und marktgerechte Arbeits-, Lohn- und Sozialbedingungen.

Er fördert alle Bestrebungen, die Leistungen der Sozialwerke konsequent auf die vorhandenen Mittel auszurichten und die Sozialwerke durch ausgabenseitige Schuldenbremsen zu sichern.

Der Verband setzt sich für gewerbefreundliche Lösungen bei der Personenfreizügigkeit sowie ein flexibel gestaltetes Arbeitsrecht ein. Er unterstützt wirkungsvolle Massnahmen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels.